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title: "Häufige Netzwerkfragen"
description: "IPv6, Clientadressen, DNS, Routing und Zertifikate untersuchen."
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# Häufige Netzwerkfragen

Diese IPv6-Prüfungen gelten für Linux-Server, auf denen Pingress läuft.

## Warum protokolliert Pingress eine Gateway-Adresse?

Ein `docker_gwbridge` mit ausschließlich IPv4 kann IPv6-Verbindungen übersetzen und dadurch die ursprüngliche Clientadresse verbergen, selbst wenn der Host IPv6 unterstützt. Auch ein CDN oder ein anderer Proxy verändert den direkten Verbindungspartner: Pingress protokolliert dessen Adresse und verwendet sie für `X-Real-IP` und `X-Forwarded-For`.

## Aktiviert das Installationsskript IPv6 automatisch?

Bei einer Neuinstallation oder beim Beitritt erkennt das Skript IPv6 auf dem Host und versucht, ein Gateway für IPv4 und IPv6 vorzubereiten. Wenn eine Auswahl erscheint, wähle **1**, um nur mit IPv4 fortzufahren, oder **2**, um abzubrechen und das Problem zu beheben. Standardmäßig wird abgebrochen, auch ohne interaktives Terminal.

`--no-ipv6` überspringt die Gateway-Vorbereitung. IPv6 auf einem vorhandenen Dual-Stack-Gateway wird dadurch nicht deaktiviert. Unter macOS verwaltet die Docker-Laufzeitumgebung das Netzwerk.

## Wie prüfe ich die Funktion?

Führe auf dem Server, auf dem Pingress läuft, Folgendes aus:

```sh
ip -6 address show scope global
ip -6 route show default
docker network inspect docker_gwbridge --format '{{.EnableIPv6}}'
```

Der letzte Befehl sollte `true` ausgeben. Das bestätigt die Einstellung, aber nicht die Erreichbarkeit. Für öffentlichen Zugriff muss der AAAA-Eintrag der Domain auf eine Adresse zeigen, über die Pingress per IPv6 erreichbar ist.

Teste beide Protokolle von einem anderen Rechner mit IPv6 aus und ersetze die Beispieldomain:

```sh
curl -4 --noproxy '*' -I https://app.example.com
curl -6 --noproxy '*' -I https://app.example.com
```

Vergleiche `client_ip` in Pingress oder die Weiterleitungsheader deiner Anwendung mit der Adresse des verbindenden Clients. Der direkte Verbindungspartner der Anwendung ist Pingress, nicht der ursprüngliche Client.

## Wie aktiviere ich IPv6 nachträglich?

Richte zuerst funktionierendes IPv6 auf dem Host ein. Meldet das Gateway bereits `true`, prüfe Erreichbarkeit und DNS. Ist der Server noch nicht beigetreten, führe den [Installationsbefehl](/docs/de/getting-started/installation/) oder den Beitrittsbefehl aus der Serverliste ohne `--no-ipv6` aus.

**Ein erneuter Aufruf des Installationsskripts aktualisiert das Gateway einer bestehenden Installation nicht.** Ein aktiver Server mit einem reinen IPv4-Gateway benötigt eine Wartung:

1. Sichere lokale Daten und notiere Knoten-ID, Rolle, sämtliche Knotenlabels, Gateway-Konfiguration sowie Anwendungen, Pingress oder Insight, die an diesen Knoten gebunden sind.
2. Stoppe oder verlagere seine Workloads. Bevor ein Manager den Verbund verlässt, müssen eine gesunde Mehrheit der Manager und ein funktionierendes CDelivery-Dashboard auf einem anderen Knoten verfügbar sein. Stufe den zu wartenden Manager dann herab. Entferne niemals direkt den einzigen Manager; bereite zuerst eine sichere Übergabe oder einen Sicherungs- und Wiederherstellungsplan vor. Befolge die [Docker-Anleitung zur Knotenwartung](https://docs.docker.com/engine/swarm/manage-nodes/).
3. Sobald der Knoten ausgetreten ist und keine Container mehr auf das Gateway verweisen, hole im funktionierenden Dashboard einen **neuen Beitrittsbefehl für seine ursprüngliche Rolle**. Führe ihn ohne `--no-ipv6` aus; das Skript bereitet das Standard-Gateway vor dem Beitritt vor. Bei einem angepassten Gateway musst du dessen Subnetz und Optionen beim [Vorbereiten eines Dual-Stack-Ersatzes](https://docs.docker.com/engine/swarm/networking/#customize-the-docker_gwbridge) beibehalten. Einladungen verfallen nach 30 Minuten und werden auch bei einem Neustart oder Umzug von CDelivery ungültig.
4. Beim erneuten Beitritt entsteht eine neue Knoten-ID. Stelle sämtliche Labels einschließlich der Volume-Beschreibungen wieder her und korrigiere Dienstbindungen an die alte ID. Anwendungen mit lokalen Volumes und Insight mit lokalem Speicher können den Knoten nicht einfach über die Oberfläche wechseln; ihre Platzierungsbedingungen müssen administrativ angepasst werden. Die Daten bleiben auf dem ursprünglichen Host.
5. Stelle die Dienste wieder her, passe bei Bedarf DNS an und wiederhole die IPv4-/IPv6-Prüfungen oben.

Alternativ kannst du einen weiteren Server mit IPv6 hinzufügen, Pingress dort ausführen und DNS auf ihn ausrichten.

## Was tun bei Problemen mit IPv6-Routen oder Firewall-Regeln?

Das Aktivieren der Weiterleitung kann dazu führen, dass eine Schnittstelle mit `accept_ra=1` keine Router Advertisements (RA) mehr annimmt und ihre Standardroute verliert. Konfiguriere RA dauerhaft über die Netzwerkverwaltung der Schnittstelle: ifupdown verwendet `accept_ra 2`, ifupdown-ng verwendet `ipv6-accept-ra 2`. Überschreibe `accept_ra=0` nicht pauschal bei Schnittstellen, deren Netzwerkverwaltung RA selbst verarbeitet. Prüfe die Routen nach einem Neustart der Schnittstelle oder des Hosts erneut.

Lass Dockers Verwaltung der IPv6-Firewall aktiviert (`ip6tables` darf nicht `false` sein) und gib die HTTP-/HTTPS-Ports von Pingress in den Host- und Cloud-Firewalls frei. Die Gateway-Ausgabe `true` allein bestätigt weder diese Regeln noch die externe Erreichbarkeit.

## Weitere Zugriffsprobleme

Bei DNS- oder Routingfehlern hilft [Domains und Routing](/docs/de/guides/networking/routing/). Fehlende oder abgelaufene Zertifikate sowie Fehler bei der Ausstellung behandelt [Automatische Zertifikate und Erneuerung](/docs/de/guides/networking/automatic-certificates/). Prüfe mit den [Zugriffslogs](/docs/de/guides/observability/logs/access/), ob eine Anfrage den Eingang erreicht, einer Anwendung zugeordnet wird und eine Antwort vom Ziel erhält.

Source: https://cdelivery.dev/docs/de/guides/networking/faq/index.mdx
